Neben der Energie ist Wasser die andere Ressource, die entscheidet, wie viele Tage Sie durchhalten, ohne von jemandem abhängig zu sein. Trinken, kochen, spülen und sich waschen: alles läuft über den Wasserkreislauf Ihres Campers. Ihn einzubauen ist nicht kompliziert, wenn Sie die Komponenten und die Reihenfolge verstehen. Schauen wir uns das vom Grundlegenden bis zum Optionalen an, damit Sie nur einbauen, was Sie wirklich nutzen werden.
Das Grundlegende: Tanks, Pumpe und Wasserhahn
Der minimale Wasserkreislauf eines Campers hat vier Elemente:
- Frischwassertank: wo Sie das Trinkwasser lagern. Seine Größe bestimmt Ihre Wasserreichweite; 50 bis 100 Liter sind je nach Nutzung üblich.
- Wasserpumpe: drückt das Wasser vom Tank zum Hahn. Es gibt Tauchpumpen (im Tank) oder Druckpumpen (außerhalb). Sie laufen mit Strom, tragen also, wenn auch wenig, zu Ihrem Verbrauch bei.
- Wasserhahn und Spüle.
- Grauwassertank: sammelt das Schmutzwasser der Spüle, das Sie nicht auf den Boden schütten sollten. Er wird an dafür vorgesehenen Stellen entleert.
Damit haben Sie schon Wasser zum Trinken, Kochen und Spülen. Für viele Leute ist das ausreichend.
Warmwasser: wann es sich lohnt
Warmwasser ist ein echter Komfortsprung, besonders im Winter, bringt aber Komplexität mit sich. Die gängigsten Optionen:
- In die Heizung integrierter Boiler: Manche Diesel- oder Gassysteme erwärmen auch das Wasser. Das ist effizient, weil Sie nur ein Gerät nutzen. Siehe Heizung für Camper-Vans.
- Eigenständiger Gasboiler: erwärmt Wasser bei Bedarf mit der Gasflasche.
- Elektrischer Boiler: einfach, verbraucht aber viel Strom; realistisch vor allem am Landstrom.
- Einfache Lösungen: eine Solardusche (Beutel, der Wasser in der Sonne erwärmt) ist günstig und reicht für Sommerausflüge.
Die Dusche: innen oder außen
Man braucht kein komplettes Bad, um zu duschen. Viele Camper haben eine Außendusche: einen Wasseranschluss (manchmal warm) hinten oder seitlich, ideal, um Sand vom Strand oder Schlamm von einer Tour abzuspülen. Sie nimmt keinerlei Innenraum weg. Die Innendusche bietet mehr Privatsphäre und mehr Nutzung im Winter, nimmt aber Platz weg und erfordert, die Feuchtigkeit sehr genau im Blick zu behalten (denken Sie an die Kondensation).
Pflegetipps
- Desinfizieren Sie den Tank in regelmäßigen Abständen: Schmeckt oder riecht das Wasser seltsam, liegt das meist an mangelnder Reinigung des Systems.
- Entleeren Sie den Kreislauf im Winter, wenn Frost droht: Gefrorenes Wasser kann Rohre und Pumpe zum Bersten bringen.
- Führen Sie einen Reservekanister mit: Es gibt nicht immer eine Auffüllstelle in der Nähe.
Zusammenfassung
Der Wasserkreislauf eines Campers kann so einfach sein wie Tank, Pumpe, Wasserhahn und Grauwasser, und kann sich je nach Ihrem Komfortbedürfnis um Warmwasser und Dusche erweitern. Der Schritt für heute: Berechnen Sie, wie viele Liter Sie pro Tag verbrauchen (Trinken, Kochen, Spülen), um den Tank richtig zu dimensionieren; mit 50–100 Litern kommen die meisten mehrere Tage aus. Und planen Sie es zusammen mit dem Bad, denn die Leitungen müssen verlegt sein, bevor die Wände geschlossen werden.