Im Winter zieht man einfach eine weitere Decke an, und die Sache ist erledigt, aber die Sommerhitze kennt kein Erbarmen: Wenn der Van um drei Uhr nachmittags (oder schlimmer, zur Schlafenszeit) zum Backofen wird, verfliegt die Reiselust. Der Hitze im Camper im Sommer zu trotzen, ist gut möglich, aber es lohnt sich zu wissen, welche Optionen es gibt, welche wirklich kühlen und wie viel sie verbrauchen, denn hier hat die Elektrizität das Sagen. Gehen wir vom Günstigsten zum Stärksten.
Zuerst (und kostenlos): Schatten und Isolierung
Bevor Sie etwas kaufen, ist die beste "Klimaanlage", die Hitze erst gar nicht hereinzulassen. Parken Sie im Schatten, richten Sie das Fahrzeug mit Blick auf den Sonnenverlauf aus, und nutzen Sie Jalousien oder Isolierabdeckungen an den Scheiben (vor allem an der Windschutzscheibe, die wie ein riesiges Sonnenkollektor wirkt). Eine gute Isolierung – dieselbe, die im Winter warmhält – bremst auch die Hitze im Sommer. Mehr dazu in wie man einen Campervan isoliert.
Belüftung: die effizienteste Lösung
Luft in Bewegung zu halten, bietet das beste Verhältnis von Kühlung zu Stromverbrauch. Ein Dachventilator in der Dachluke, der heiße Luft absaugt, kombiniert mit einem leicht geöffneten Fenster, das frische Luft hereinlässt, erzeugt einen Luftstrom, der das Hitzegefühl bei sehr geringem Verbrauch deutlich senkt. Für die meisten Reisenden reicht das. Wir behandeln das in Belüftung im Camper.
Verdunstungskühler und Ventilatoren
Eine Stufe über dem einfachen Ventilator. Verdunstungskühler kühlen die Luft, indem sie sie durch Wasser leiten; sie funktionieren gut in trockenem Klima, verlieren aber an Wirkung dort, wo viel Luftfeuchtigkeit herrscht (an der Küste). Sie verbrauchen wenig, sind aber keine echte Klimaanlage: Sie senken die Temperatur etwas, kühlen den Raum aber nicht wirklich.
Klimaanlage: die stärkste (und stromhungrigste)
Wenn Sie echte Kühle brauchen, ist die Klimaanlage die einzige Option, die wie zu Hause kühlt. Es gibt mehrere Typen:
- Mit 230 V: leistungsstark, müssen aber an das Stromnetz eines Campingplatzes oder an einen Generator angeschlossen werden. Ohne Steckdose sind sie nicht praktikabel.
- Mit 12 V und Stützbatterie: ausgelegt, um von der Batterie zu laufen, vor allem zum Schlafen. Sie sind die Option, um ohne Steckdose zu übernachten, erfordern aber eine erhebliche elektrische Installation.
- Mit Gas oder Diesel betrieben: Es gibt Systeme, die den hohen Stromverbrauch vermeiden.
Hier lohnt es sich, ehrlich über den Verbrauch zu sein: Eine elektrische Klimaanlage gehört zu den größten Energiekosten, die ein Camper haben kann. Wenn Sie sie ohne Steckdose nutzen möchten, brauchen Sie eine Batterie mit hoher Kapazität und fast sicher eine gute Solaranlage. Rechnen Sie vor dem Kauf genau nach in wie viel Batterie Sie brauchen, und wenn sie mit 230 V läuft, brauchen Sie auch einen Wechselrichter.
Tricks, die helfen
- Kochen Sie draußen oder zu kühleren Tageszeiten: die Hitze vom Kochen drinnen ist im Sommer brutal.
- Stehen Sie früh auf und nutzen Sie die Mittagspause, um weiterzufahren oder im Schatten zu bleiben.
- Ein feuchtes Handtuch und ein Ventilator bewirken viel für wenig Geld.
- Suchen Sie Höhenlagen oder die Küste zum Schlafen: ein paar Grad weniger verändern die ganze Nacht.
Zusammengefasst
Gegen die Sommerhitze beginnen Sie mit dem, was kostenlos ist (Schatten, Isolierung und Jalousien), steigern Sie sich mit guter Belüftung durch einen Dachventilator (die effizienteste Option), und heben Sie die Klimaanlage für den Moment auf, in dem Sie sie wirklich brauchen, im Wissen, dass sie ohne Steckdose viel Batterie erfordert. Der Schritt für heute: Installieren oder prüfen Sie Ihre Dachbelüftung vor dem Sommer; das ist die Verbesserung, die für das wenigste Geld und den geringsten Verbrauch den meisten Komfort bringt.