Der TÜV/die HU ist einer dieser Termine, auf die sich niemand freut, und bei einem Wohnmobil noch weniger, weil zur üblichen Fahrzeuginspektion noch der Wohnbereich hinzukommt. Wer aber vorbereitet erscheint, macht daraus etwas Schnelles ohne Überraschungen. Schauen wir uns an, wie oft sie fällig ist, worauf genau geachtet wird und wie Sie sich vorbereiten, um sie beim ersten Mal zu bestehen. [Hinweis: Genaue Fristen und Anforderungen sind länderabhängig — prüfen Sie die örtlichen Vorschriften.]
Wie oft ein Wohnmobil zur Hauptuntersuchung muss
Wohnmobile werden als Personenbeförderungsfahrzeuge eingestuft und folgen daher im Allgemeinen einem ähnlichen Rhythmus wie Pkw. Als typischer Richtwert für private Wohnmobile (bis 3.500 kg):
- Erste Prüfung: etwa 4 Jahre nach der Zulassung.
- Von 4 bis 10 Jahren: alle 2 Jahre.
- Ab 10 Jahren: jährlich.
Ausgebaute Kastenwagen können je nach Einstufung Besonderheiten haben, daher lohnt es sich, den eigenen Fall bei der zuständigen Behörde zu bestätigen.
Was geprüft wird: zuerst die Papiere
Als Erstes prüft der Sachverständige den Fahrzeugschein: dass alle eingebauten Elemente darin eingetragen sind und die Umbauten genehmigt wurden. Hier scheitern die meisten. Wer umgebaut, aber nie genehmigen lassen hat, merkt das Problem genau bei der HU. Deshalb ist die Genehmigung der Ausgangspunkt; siehe einen Kastenwagen-Umbau genehmigen lassen.
Was im Wohnbereich geprüft wird
- Dass Sitze und Gurte mit dem Fahrzeugschein und den genehmigten Plätzen übereinstimmen.
- Dass keine losen, gefährlichen Gegenstände vorhanden sind, die zu Geschossen werden könnten.
- Die Außenausstattung: Dachluken, Solarpanels, Markisen, Antennen... gut befestigt und, falls nötig, eingetragen.
- Die Gasanlage, für die ein Zertifikat nötig sein kann.
Und der übliche Teil, wie bei jedem Fahrzeug
Danach folgt die übliche mechanische Prüfung: Motor, Licht, Bremsen, Federung, Lenkung, Reifen, Abgase und die Unterbodenprüfung auf der Hebebühne. Hier kommt die ganze Wartung ins Spiel, die auf dem aktuellen Stand sein sollte.
Wie Sie sich vorbereiten, um sie beim ersten Mal zu bestehen
- Bringen Sie alle Unterlagen in Ordnung mit: Fahrzeugschein, Zulassung, Versicherung und, falls zutreffend, Gas- und Umbauzertifikate.
- Prüfen Sie Licht und Reifen, die dümmsten und am leichtesten vermeidbaren Ablehnungsgründe.
- Sichern Sie die Elemente des Wohnbereichs und prüfen Sie, dass nichts locker ist.
- Prüfen Sie, dass Ihre Umbauten mit dem übereinstimmen, was im Fahrzeugschein steht.
Fazit
Die HU des Wohnmobils folgt im Großen und Ganzen dem Rhythmus eines Pkw (erste Prüfung mit etwa 4 Jahren, dann alle 2 Jahre bis 10 Jahre, danach jährlich) und prüft Papiere, Wohnbereich und die übliche Mechanik. Der nächste Schritt für heute: Prüfen Sie, ob alle Ihre Umbauten im Fahrzeugschein stehen, bevor Sie einen Termin vereinbaren; das ist der Punkt, der am meisten zur Ablehnung führt, und er lässt sich nicht am selben Tag beheben. Fehlt etwas, beginnen Sie mit der Genehmigung.